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Michael Balint, 1896
in Budapest geboren und 1970 in London verstorben, war Psychiater
und Psychoanalytiker. Er berichtete erstmals 1954 im British
Medical Journal über eine von ihm entwickelte Methode
der ärztlichen Weiterbildung, die heute unter dem Begriff
„Balint-Gruppe“ bekannt ist. Das neuartige Konzept
zur ärztlichen Weiterbildung hatte er an der Londoner
Tavistock Clinic nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt, um
Hausärzte in ihrer täglichen Praxis zu befähigen,
ihre Patienten – besonders die „schwierigen“
– besser verstehen und behandeln zu können. Drei
Jahre später erschien sein Klassiker: „Der Arzt,
sein Patient und die Krankheit“. Balint-Gruppen sind
in Europa, Nordamerika und Australien ein Element in der Aus-
und Weiterbildung von Ärzten und Psychotherapeuten und
finden als Supervisionsmethode in anderen Bereichen des Gesundheits-
und Sozialwesens rege Anwendung.
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